Projekte

Ferienpassaktion: Lecker und Gesund durch den Sommer

Während des Sommerferienpasses hatte das „machbar“-Team des Treibhaus e.V. zehn Kinder zu einem Kochkurs ins Martin-Luther-Haus eingeladen.

Unter der Leitung der Ernährungswissenschaftlerin Anja Schulze lernten die jungen Teilnehmer*innen spielerisch die Grundlagen einer gesunden Ernährung kennen. Nach Sinneswahrnehmungsspielen zu den Themen Hören und Schmecken sowie einer altersgerechten Einführung in die Ernährungspyramide stand die praktische Umsetzung im Mittelpunkt.

In vier Kleingruppen bereiteten die Kinder mit Unterstützung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer des Vereins verschiedene Gerichte selbstständig zu. Innerhalb von drei Stunden entstanden knusprige Pommes Frites mit hausgemachtem Ketchup und Minz-Joghurt-Soße, bunte Wrap-Röllchen sowie ein saftiger Zucchinikuchen als Dessert. Als Getränk wurde ein Früchtepunsch zubereitet. Alle Speisen wurden aus frischen und hochwertigen Zutaten hergestellt.

Beim gemeinsamen Essen an einer langen gedeckten Tafel konnten die jungen Kochtalente ihre selbst zubereiteten Gerichte präsentieren und genießen. 

Das machbar-Team zeigte sich erfreut über das große Interesse und die engagierte Mitarbeit der Kinder. Stadtjugendpfleger Andreas Hafner sagt dazu: „Das Ferienangebot verband auf gelungene Weise Ernährungsbildung, praktisches Lernen und gemeinschaftliches Erleben und hat einmal mehr gezeigt, dass selbstgemachte Speisen oft einen hohen Anklang bei Kindern finden.“

 


Gedenken in Brunshausen

Das Kloster Brunshausen wurde von Herbst 1944 bis zum April 1945 vom Nazi-Regime als Außenstelle des KZ Buchenwald zur Unterbringung von Zwangsarbeitern missbraucht. Diese wurden zur Arbeit in der benachbarten Fabrik, einem Rüstungsbetrieb zur Herstellung von Flugzeugteilen, gezwungen und lebten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen. 

Im April 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurde das Lager aufgelöst. Die meisten noch lebenden Gefangenen wurden auf einen im Nachhinein sogenannten „Todesmarsch“ geführt. 40 Gefangene, die körperlich dazu nicht mehr in der Lage waren, wurden im nahe gelegenen Cluswald erschossen und in einem Massengrab verscharrt. 

Ebenfalls auf dem Gelände des Klosters Brunshausen befand sich eine sogenannte „Kinderpflegestätte“, in der Kinder von Zwangsarbeiterinnen aus der Umgebung Bad Gandersheims zwangsuntergebracht wurden. Viele der Säuglinge und Kleinkinder starben an der Verwahrlosung und Misshandlung. 

Seit vielen Jahren wird in Brunshausen an diese Ereignisse, dieses dunkle Kapitel der Geschichte dieses sonst so kulturträchtigen Ortes, erinnert. Das jährliche Gedenken wird getragen vom Treibhaus e.V. in Zusammenarbeit mit der Oberschule Bad Gandersheim, dem AWO-Ortsverein und engagierten Einzelpersonen.

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