Gedenken in Brunshausen

Das Kloster Brunshausen wurde von Herbst 1944 bis zum April 1945 vom Nazi-Regime als Außenstelle des KZ Buchenwald zur Unterbringung von Zwangsarbeitern missbraucht. Diese wurden zur Arbeit in der benachbarten Fabrik, einem Rüstungsbetrieb zur Herstellung von Flugzeugteilen, gezwungen und lebten dort unter menschenunwürdigen Bedingungen. 

Im April 1945, kurz vor Ende des 2. Weltkrieges wurde das Lager aufgelöst. Die meisten noch lebenden Gefangenen wurden auf einen im Nachhinein sogenannten „Todesmarsch“ geführt. 40 Gefangene, die körperlich dazu nicht mehr in der Lage waren, wurden im nahe gelegenen Cluswald erschossen und in einem Massengrab verscharrt. 

Ebenfalls auf dem Gelände des Klosters Brunshausen befand sich eine sogenannte „Kinderpflegestätte“, in der Kinder von Zwangsarbeiterinnen aus der Umgebung Bad Gandersheims zwangsuntergebracht wurden. Viele der Säuglinge und Kleinkinder starben an der Verwahrlosung und Misshandlung. 

Seit vielen Jahren wird in Brunshausen an diese Ereignisse, dieses dunkle Kapitel der Geschichte dieses sonst so kulturträchtigen Ortes, erinnert. Das jährliche Gedenken wird getragen vom Treibhaus e.V. in Zusammenarbeit mit der Oberschule Bad Gandersheim, dem AWO-Ortsverein und engagierten Einzelpersonen.

Geschlechter- und familienpolitische Vorstellungen in der extremen Rechten

Vortrag und
Gespräch

Der "Treibhaus e.V. Bad Gandersheim" und das "Bündnis Gandersheim bleibt bunt" bieten eine öffentliche Bildungs-veranstaltung an, die am Donnerstag, 16. April 2026 um 19.00 Uhr im Martin-Luther-Haus in Bad Gandersheim stattfinden wird.I

Was sollten wir wissen über Zukunfts- Ideen für Frauen und Kinder in der extremen Rechten? Wie sehen Geschlechter- und familienpolitische Rollen und Vorstellungen in diesem Umfeld aus? Als Referentin konnten wir die freie Journalistin, Politologin und Autorin Frau Andrea Röpke gewinnen, deren Spezialgebiet der Rechtsextremismus ist und die schon mehrfach mit Preisen, u.a. mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Leuchtturm-Preis, dem Paul-Spiegel-Preis des Zentralrats der Juden und als Reporterin des Jahres ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus wird die Veranstaltung moderiert und begleitet von der "Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen".

In einem Jahr mit zahlreichen Landtags- und Kommunalwahlen, auch bei uns in Niedersachsen, und in der Wahrnehmung des Erstarkens rechtsextremer, demokratiefeindlicher Einflüsse und Gruppierungen halten wir es für sehr wichtig, sich mit relevanten Themen zu beschäftigen, um den demokratischen Konsens und das auf Respekt, Toleranz und gleichberechtigter Teilhabe aufbauende soziale Miteinander zu fördern - und deren Gefährdungen bewusst und gut informiert zu begegnen.

 

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